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16.02.2019

2019 mit vielen Fragezeichen

21.01.2019
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Karl Malik
Wenn es beim 29. März 2019 bleibt, ist das der  Brexit-Tag. Mit welchen Rahmenbedingungen dann auch immer. Vielleicht bleibt die angekündigte Katastrophe für Großbritannien aus und für Europa zeigen sich ja vielleicht auch weniger nachhaltige Folgen dieses Austritts der zweitgrößten Wirtschaftsnation in der EU. Für Europa, Großbritannien, auch für Deutschland: kein gutes Datum. Die deutsche Wirtschaft selbst nimmt Abschied von der Hochkonjunktur und damit auch dann von stets sprudelnden und immer steigenden Steuereinnahmen. Mehr als ein Wachstumsplus von 1,5 Prozent wird laut der Wirtschaftsstrategen für 2019 in Deutschland nicht zu erwarten sein. Der deutsche Aufschwung schwächt sich ab;  er wird nicht zu Ende gehen. Was an den bereits angekündigten wählerwirksamen Ausschüttungen und Wohltaten an die potenziellen deutschen Wähler Bestand haben kann, bleibt abzuwarten. Der SPD-Finanzminister Scholz lässt bereits an einem staatlichen Investitionsprogramm vorauseilend arbeiten, um die deutsche Wirtschaft zu stabilisieren. Mit 45 Millionen Menschen in Beschäftigung wird 2019 ein neuer Beschäftigungsrekord in Deutschland erreicht werden.  Die Weltwirtschaft insgesamt zeigt sich mit  3,6 Prozent prognostiziertem Wachstum stabil. 
Das wenigstens stimmt hoffnungsfroh. 
Am Standort Deutschland gibt es nach der seit Jahrzehnten gewohnten Feiertagsruhe sehr viel zu tun. Die Infra-Struktur wie Breitband-Internet-Anschlüsse auf Weltstandard zu heben, ist eine Hausaufgabe, die endlich und rasch gemacht werden muss.  Vor allem in Westdeutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen, ist der Zustand von Straßen und Brücken bedenklich, der führenden Wirtschaftsnation Deutschland in der EU unwürdig, bei stets sprudelnden, wachsenden Steuereinnahmen auf Rekordniveau nahezu schändlich. Die Deutsche Bahn sowie auch die Deutsche Post erhöhen stets und sehr verlässlich ihre Preise und bedienen ihre Kunden meist miserabel, was Pünktlichkeit und Service betrifft. Egal, wo man hinschaut: Flächendeckender Internet-Breitbandausbau  via Telekom per Vectoring-Technik über das Kupferkabel? Wohl ein hinterwäldlerischer Lösungsansatz.
Datensicherheit der Bürger sollte trotz millionenschwerem Aufwand durch den Staat sichergestellt werden. Wenn es einem 20jährigen hessischen Schüler wohl sehr einfach gelungen ist, sensible Daten vom Politikern und Prominenten aus Frust auszuforschen und öffentlich zu machen, scheint hier Nachholbedarf an Datensicherheit dringend geboten.
Deutschland braucht weiterhin vor allem eine faire Unternehmens- und Service-Kultur. Dafür gibt es viel zu tun, um das Vertrauen der Unternehmer und vieler Bürger neu zu gewinnen. 
Nur dann können deutsche Unternehmen auch im Weltmarkt weiter erfolgreich bleiben. Und das ist dringend nötig, um den Wohlstand in Deutschland zu sichern.
Für die Zeitungs- und Zeitschriftenmedien heisst es, trotz rauem Marktumfeld Stärke für die Marke zu zeigen. Antizyklisch gegen den Trend in die Marke, in die neuen Medienkanäle und neue - auch bislang artfremde - Geschäftsmodelle mit Nachhaltigkeit zu investieren.
Nachahmenswerte selbstlaufgewohnte Geschäftsmodelle für die Medien gibt es nicht. Der Wettbewerb für Content-Vermarktung wird nahezu täglich härter. Allerdings eröffnen sich Chancen, die sich aus der eigenen Marktpositionierung über alle Medienkanäle über alle Altersgruppen hinweg eröffnen. 
Harte Arbeit ist dafür erforderlich. Aufbruch statt abwartende Tristesse. Danach auch viel Freude am Erfolg über viele sich stets sehr rasch wandelnde Geschäftsmodelle. 
Viel Mut, Zuversicht und Erfolg im noch so jungen neuen Jahr 2019!
Ihr
Prof. Ing. Karl Malik
Karl.Malik@premedianewsletter.de

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